Online-Hilfe zum BMU-Viewer 5.x.x

FUNKTION-----------------------------------------------------------------------------------------

Dieser Viewer dient zum Anzeigen von XML-Dateien nach BMU-Schnittstelle 1.04.


INSTALLATION-----------------------------------------------------------------------------------------

INSTALLATIONSVORAUSSETZUNGEN

Ein auf der Amazon-Corretto OpenJDK-17-Distribution basierendes JRE ist in der Installation enthalten und wird standardmäßig verwendet,
eine separate Java-Installation ist nicht erforderlich.   

Unter Windows 64bit - Systemen ist der BMU-Viewer als 64bit-Version mit einem 64bit Java-Runtime-Environment Version 17 oder höher 
lauffähig, die 32bit-Version des BMU-Viewer wird nicht mehr weiterentwickelt. 

INSTALLATION

Bereits installierte Versionen des BMU-Viewers sind vor der Installation einer neuen Version mit Hilfe der Deinstallationsroutine im 
Startmenü zu deinstallieren.

Zur Installation der Version steht das folgende Installationsprogramm zur Verfügung: BmuViewer-5.x.x-setup.exe

Zusätzlich existiert als separate Zip-Datei eine API-Variante des BMU-Viewers (BMU-Viewer-5.x.x-api.zip) zur Einbindung in eigene Software.

VERTIEFENDE HINWEISE ZUR INSTALLATION UND KONFIGURATION 

Die Programmkomponenten des BMU-Viewers werden bei der Installation im jeweiligen Standardverzeichnis für Programme im Unterverzeichnis 
'...\Governikus-ITU\BMU-Viewer' abgelegt. 

Nach der Installation kann der BMU-Viewer entweder durch Aufruf der ausführbaren Datei 'BMU-Viewer.exe', der Batchdatei 'BMU-Viewer.bat' 
oder über den Eintrag 'BMU-Viewer' im Start-Menü erfolgen. 

Die Batchdatei 'BMU-Viewer.bat' findet sich im BMU-Viewer-Programmverzeichnis. Der BMU-Viewer wird dabei mit dem 
Java-Runtime-Environment im Unterverzeichnis 'jre' gestartet.

Der Eintrag 'BMU-Viewer' im Start-Menü verweist auf die exe-Datei im BMU-Viewer-Programmverzeichnis. 

Soll der BMU-Viewer mit einem  anderen Java-Runtime-Environment als dem mitinstallierten Java-Runtime-Environment gestartet werden, 
muss der Start des Programms mit Hilfe der Batchdatei 'BMU-Viewer.bat' erfolgen. In dieser ist in diesem Falle der Pfad zur gewünschten 
Java-Version zu ergänzen:
(z.B.: 'C:\Java\jdk-21\bin\java ...' zum Start mit dem 64bit Java-Runtime-Environment Version 21).

Die durch den BMU-Viewer erzeugten Protokolldateien werden durch diesen im Verzeichnis 'user.home\.BMU-Viewer' gespeichert.

Sollen XML-Dateien als Standard mit dem BMU-Viewer geöffnet werden (z.B. nach Doppelklick im Datei-Explorer), ist die Exe-Datei 
'BMU-Viewer.exe' als Standardanwendung zum Öffnen von Dateien mit der Dateiendung '.xml' festzulegen. 
Bei Nutzung des Betriebssystems Windows 10 öffnen Sie dazu für eine beliebige XML-Datei das Kontextmenü (Klick auf rechte Maustaste), 
wählen Sie 'Öffnen mit' und anschließend 'Andere App auswählen' aus. 

Der Batch-Datei 'BMU-Viewer.bat' kann zudem beim Aufruf ein Dateipfad zu einem BMU-XML-Dokument als Übergabeparameter übergeben werden 
('BMUViewer.bat <Dateiname>'). 
Das genannte Dokument wird dann direkt zur Anzeige gebracht.  

PROBLEMBEHEBUNG

Der BMU-Viewer startet nach der Installation nicht:
- Starten Sie den BMU-Viewer mit Hilfe der Batchdatei 'BMU-Viewer.bat' anstatt mit Hilfe des Eintrags 'BMU-Viewer' im Start-Menü.
- Deinstallieren Sie den BMU-Viewer mit Hilfe der Deinstallationsroutine im Startmenü. 


BEDIENUNG-----------------------------------------------------------------------------------------

START

Der BMU-Viewer kann entweder durch Aufruf der ausführbaren Datei 'BMU-Viewer.exe' und der Batchdatei 'BMU-Viewer.bat' im BMU-Viewer-Programmverzeichnis oder über den 
Eintrag 'BMU-Viewer' im Start-Menü erfolgen.

Beim Start des BMU-Viewers wird ein Dialog angezeigt, in dem eine BMU-XML-Datei geöffnet werden kann.
Der BMU-XML-Viewer unterstützt derzeit alle Dokumente der BMU-Schnittstelle.

Nachdem ein Dokument ausgewählt wurde und es sich um ein anzeigbares BMU-Dokument handelt, wird dieses im BMU-Viewer
aufbereitet angezeigt.

DARGESTELLTE INHALTE UND SICHTEN

Mit Hilfe des Dropdown-Menüs mit der Überschrift "Layerauswahl" kann durch die verschiedenen Sichten
im BMU-XML-Dokument navigiert werden. Nach dem Start wird immer zuerst die oberste (jüngste) Sicht mit
der höchsten laufenden Nummer angezeigt.

Für Entsorgungsnachweise (EN und SN) und Freistellungsanträge gibt es eine weitere Auswahlliste der Formularseiten.
Diese Auswahl kann mit Hilfe des Dropdown-Menüs "Bereichsauswahl" getroffen werden.

Nach dem Wechsel des anzuzeigenden Formulars kehrt die Anzeige zunächst immer zur obersten Sicht zurück. Neben der Auswahl
einzelner Seiten gibt es auch die Option, alle Seiten des Nachweises zusammen anzuzeigen. Dies eröffnet auch die
Möglichkeit, entsprechend alle Seiten in einer Aktion gemeinsam auszudrucken.

Links oben im Kopf des angezeigten Formulars befindet sich der Button, um das Formular auszudrucken. Siehe hierzu
das Thema Druck weiter unten in der Online-Hilfe.

Jede Sicht ist mit einem Layer im Dokument verbunden. Sie setzt sich zusammen aus den Feldinhalten des Layers der
Sicht und der darunter liegenden Layer. Ausgehend vom aktuell anzuzeigenden Layer wird für jedes Feld immer der
Inhalt aus dem jüngsten Layer angezeigt, für den das jeweilige Feld einen Inhalt aufweist.

Beispiel:

Bei einem Begleitscheindokument wurde die ungefähre Abfallmenge in Tonnen im Layer 1 durch den
Erzeuger angegeben. Der Entsorger hat später in seinem Layer 3 seine per Waage ermittelte Menge eingetragen und
damit die Angabe des Erzeugers korrigiert. Bei der Anzeige der Sichten zu den Layern 4 und 3 des Begleitscheins wird die
Menge aus dem Layer 3 angezeigt. Bei der Anzeige der Sichten zu den Layern 2 und 1 wird die Menge aus dem Layer 1
angezeigt. Wenn stattdessen der Erzeuger in Layer 1 keine Menge eingetragen hatte, bleibt die Mengenanzeige in den
Sichten der Layer 2 und 1 leer.

Wenn der Inhalt eines Feldes aus dem Layer der aktuellen Sicht stammt, wird eine andere Darstellung verwendet, als für
Inhalte aus älteren Layern. Im Auslieferungszustand werden aktuelle Inhalte dunkelblau angezeigt, ältere hingegen in
hellblau.

Beispiel:

Der Begleitschein aus dem obigen Beispiel zeigt die Menge in den Sichten 1 und 3 dunkelblau an, weil in beiden
Layern dieser Sichten im zugehörigen Feld ein Inhalt enthalten ist. In den Sichten 2 und 4 wird der Inhalt hingegen in
hellblau angezeigt, weil der angezeigte Inhalt nicht aus dem zugehörigen Layer stammt, sondern aus einem darunter
liegenden älteren Layer.

DRUCKEN

Voraussetzung der Benutzung des BMU-Viewers ist, dass in den Einstellungen des Internet Explorers die Seitenränder auf Null
gesetzt und die Kopf- und Fusszeile gelöscht werden. Dies ist in den Druckeinstellungen unter dem Menüpunkt "Seite einrichten"
des Internet Explorers möglich. Diese Schritte sind notwendig, damit die Formulare auf ein A4-Format gedruckt werden können.

Zum Drucken der Formulare dient der Button "Formular drucken". Bei Bestätigung wird jeweils die aktuell angezeigte Seite
ausgedruckt. Dabei wird immer der aktuell eingestellte Layer gedruckt und auf dem ausgedruckten Formular mit angegeben.


SIGNATURPRÜFUNG

Mit der Signaturprüfung kann festgestellt werden, ob ein Dokument oder ein einzelner Layer nach dem Signieren verändert
wurde und ob es sich um eine gültige Signatur handelt.

Dabei wird unterschieden, ob das aktuell geöffnete Dokument aus mehreren Layern besteht.
In diesem Fall lässt sich jedes einzelne Layer mit dem Button "Layersignatur prüfen" prüfen. Für die Prüfung aller Signaturen
in einem Dokument steht der Button "Alle Signaturen prüfen" zur Verfügung. Mit diesem Button lassen sich auch Signaturen in
Nicht-Layer-Dokument prüfen. Nach Betätigung des Buttons öffnet sich ein Fenster mit dem Prüfbericht.


PRÜFUNG AUF SCHNITTSTELLENKONFORMITÄT

Mit der Prüfung auf BMU-Schnittstellenkonformität kann festgestellt werden, ob das derzeit geöffnete Dokument 
die Vorgaben der BMU-Schnittstelle erfüllt.

Mit dem Button "Schnittstellenkonformität" wird die Prüfung ausgelöst. Es öffnet sich ein Infofenster, das Auskunft gibt, ob
das Dokument schnittstellenkonform ist oder nicht. Ist es nicht schemakonform, befinden sich standardmäßig in der Datei
"logs/validation_error.log" konkretere Informationen darüber.


ANZEIGE DER DATEIANHÄNGE

Nach Betätigung des Buttons 'Dateianhänge anzeigen' öffnet sich ein Fenster, in dem alle Dateianänge des Dokuments in einer Liste 
dargestellt werden. Jeder Dateianhang kann durch Betätigung des Buttons 'speichern unter...' auf dem Datenträger gespeichert werden.  


XML-ANSICHT

Mit dem Button "XML-Ansicht" wird die zugrundeliegende Datei als reines XML-Dokument angezeigt. In diesem Modus können 
die "Layer" oder "Bereiche" nicht gewechselt werden. Die Beschriftung des Buttons wechselt auf "Viewer-Ansicht". Wird der 
Button mit der Beschriftung "Viewer-Ansicht" gedrückt, wechselt die Maske zurück in den aufbereiteten "Viewer-Modus". Der zuletzt
gewählte "Layer" und "Bereich" werden hierbei berücksichtigt. Die Beschriftung des Buttons wechselt wieder auf "XML-Ansicht".